Forschen bei Feinden
Über die (Un-)Möglichkeit einer ethnografischen Forschung in äußerst rechten Feldern
DOI:
https://doi.org/10.60789/921207Schlagworte:
Alternative für Deutschland (AfD), Ethnografie, Gender, Kollaboration, RechtspopulismusAbstract
Die ethnografische Forschung in äußerst rechten Feldern scheint den methodologischen Grundlagen der Ethnografie zu widersprechen: Soll, darf oder kann es mit äußerst rechten Gesprächspartner_innen Dialog, Gegenseitigkeit, Vertrauen und persönliche Nähe, gar Freundschaft oder Kollaboration geben? Der Beitrag vertritt die Position, dass sich eine ethnografische Forschung mit äußerst rechten Forschungsteilnehmenden als engagiert und antifaschistisch verstehen muss, um ethisch überhaupt vertretbar zu sein. Zugleich reflektiert er die methodologischen Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben. Denn eine solch klare Haltung gegenüber dem Forschungsgegenstand widerspricht nicht nur den Prinzipien der Ethnografie, sondern sie riskiert auch den Zugang zum Feld. Der Autor zeigt anhand einer heiklen Situation, in der er sich nach seiner Feldforschung in der „Alternative für Deutschland“ (AfD) befand, was dies in der Praxis bedeuten kann. Er plädiert für eine stete Reflexion des Dilemmas zwischen ethnografischer Offenheit und antifaschistischer Haltung.
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