Vom Netzwerk zum Stapel

Neue Allegorien für die ethnografische Erforschung des Digitalen

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.60789/921210

Schlagworte:

Infrastrukturen, Digitalität, Digitale Ethnographie, Netzwerke, Stack, Digitalisierung

Abstract

Digitalität als dichte Durchdringung des Lebens mit digitalen Technologien zu verstehen, konfrontiert uns mit ihrer systematischen Undurchsichtigkeit. Daher sind die Metaphern und Allegorien, mit denen wir uns die komplexen Zusammenhänge von Gesellschaft und Technologie verständlich machen, von besonderer Bedeutung. Sie prägen die ethnographische Forschung und beeinflussen die Orte, die wir als signifikant wahrnehmen, um das Wirken und die Wirkungen des Digitalen zu beobachten und zu verstehen. Sie leiten uns an, Orte und Fragen für eine ethnographische Erforschung des Digitalen zu präzisieren, denkbar und relevant zu machen. In diesem Beitrag machen wir experimentell nicht das eher übliche Netzwerk oder die Wolke zu zentralen Metaphern, sondern eignen uns den „Stack“ – den „Stapel“ – als Allegorie an. So werden Protokolle und Standards, physische Infrastrukturen sowie ihre elementaren Bestandteile als Forschungsebenen einer globalen Geographie des Digitalen sichtbar. Die Allegorie des Stapels suggeriert aber auch eine einheitliche Ordnung, die es forschend zu hinterfragen gilt. Den „Stapel“ ethnographisch zu erforschen, bedeutet dann immer auch, das „Stapeln“ zu erforschen.

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Veröffentlicht

2026-04-23

Zitationsvorschlag

Harder, A., & Bojadžijev, M. (2026). Vom Netzwerk zum Stapel: Neue Allegorien für die ethnografische Erforschung des Digitalen. Berliner Blätter, 92, 109–119. https://doi.org/10.60789/921210

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