Ethnografie autoritärer (Trans-)Formationen pluralisieren
Kollaborative Erkundungen entlang des Empirie-Theorie-Nexus. Eine Replik
DOI:
https://doi.org/10.60789/921236Abstract
Dieser Beitrag antwortet auf die beiden Kommentare von Moritz Ege und Kristóf Szombati zu meinem ursprünglichen Text Zersetzung und Refiguration: Autoritäre Transformationen ethnografieren. Er greift zentrale Anregungen, kritische Bemerkungen und konzeptionelle Erweiterungen auf – insbesondere im Hinblick auf die Frage der ethnografischen Positionierung in umstrittenen Feldern, die Rolle einer resurgent sovereignty sowie hegemonialer und gouvernementaler Machtformen in zeitgenössischen Autoritarismen sowie die Verbindung des Forschungsparadigmas Sanfter Autoritarismus mit ökonomischen Verhältnissen, Interessen und Ideologien. Abschließend erinnere ich an ein Verständnis von Ethnografie als Dreiklang aus Feldforschung, Darstellungsweise und Empirie-Theorie-Nexus (Michi Knecht), das auch Maßstab für die „Dichte“ einer ethnografischen Transformationsforschung sein muss, die nach „emergenten politischen Formen“ fragt. Der Text versteht sich als Beitrag zu einer „disziplinären Selbstvergewisserung“ – im Sinne der Frage, welche Erfahrungen und Expertisen Europäische Ethnologie/Empirische Kulturwissenschaft in die interdisziplinären Bemühungen um ein vertieftes Verständnis zeitgenössischer Autoritarismen einbringen können.
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