Feldzugang als Erkenntnis
Ethnografische Perspektiven auf Gleichstellungsarbeit in Berufungsverfahren
DOI:
https://doi.org/10.60789/921229Schlagworte:
Berufungsverfahren, Drittmittel, Feldzugang, Gleichstellung, ForschungsethikAbstract
Der Kommentar folgt Victoria Hegners Beitrag darin, das analytische Potenzial des Feldzugangs in ethnografischen Studien zu diskutieren. Über die Ausführungen von Victoria Hegner hinausgehend wird eine Typologie vorgeschlagen, anhand derer sich Abwehrstrategien gegenüber ethnografischen Zugängen systematisieren und analytisch nutzen lassen könnten. Die Mehrfachpositionierungen der Ethnografin in ihrem Feld werden zum Anlass genommen, um über epistemische und forschungsethische Konsequenzen solcher Verstrickungen zu reflektieren. Schließlich nimmt der Kommentar Victoria Hegners Argument auf, dass lose, eher schwache Verbindungen wesentlich für die Herstellung des Feldzugangs sein können. Die sich daraus ergebende experimentelle Offenheit und Unwägbarkeit ethnografischer Forschung kann Konsequenzen für ihren Stellenwert in einer institutionellen Forschungslandschaft haben, die wesentlich von Drittmitteln abhängig ist.
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