Decolonial Flânerie

Public City Walking as Collective Ethnography

Autor/innen

  • Regina Römhild Institut für Europäische Ethnologie

DOI:

https://doi.org/10.60789/921235

Schlagworte:

Ethnographie, Europäische Ethnologie, Public Anthropology, Umbennungskämpfe, Anton Wilhelm Amo, Dekoloniale Flanerie, Amo Collective Berlin

Abstract

Mit dem Dekolonialen Flanieren hat das Amo Kollektiv Berlin ein Format für öffentliche Stadtrundgänge entwickelt, das sich als ethnografische Methode der gemeinsamen Wissensproduktion versteht. Im Sinne des neuen Namensgebers der Berliner M*Straße, des afro-deutschen Aufklärungsphilosophen Anton Wilhelm Amo und seiner wegweisenden antirassistischen Position, hat das Kollektiv dieses Format zwischen 2020 und 2023 viermal getestet und weiterentwickelt. In diesem Artikel werden wir vorstellen und diskutieren, inwieweit das Format es ermöglicht, den urbanen Raum durch gemeinsames Gehen anders wahrzunehmen und zu erkunden; das heißt, die Archive der Stadt entgegen ihrer kolonialen Einschreibungen zu lesen und zu erleben – und so Raum für ausgeschlossene und zum Schweigen gebrachte Stimmen, Körper und Geschichten zu schaffen. Der Beitrag enthält konkrete Eindrücke dieser kollektiven Forschungspraxis. Vor allem interessiert uns die Frage, ob und wie diese Form der „kollektiven Ethnografie” akademische Grenzen der Wissensproduktion überschreitet und damit ein „transakademisches” Feld eröffnet, das neue Formen der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft für die Weiterentwicklung einer öffentlich engagierten Europäischen Ethnologie/Anthropologie bereithält.

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Veröffentlicht

2026-04-23

Zitationsvorschlag

Römhild, R. (2026). Decolonial Flânerie: Public City Walking as Collective Ethnography. Berliner Blätter, 92, 88–107. https://doi.org/10.60789/921235

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